Röntgenbilder per Mail, Befunde auf WhatsApp.
Warum ich Equivo gegründet habe
Der Tierarzt fragt „Seit wann?“, und ich scrolle durch mein Handy.
Ich schreibe, warum die tägliche Beobachtung und eine einzige, durchgehende Gesundheitsgeschichte des Pferdes so viel bedeuten.

- Das Gedächtnis lässt uns im Stich. Eine Woche nach dem Arztbesuch hatten Patientinnen und Patienten ohne Hilfestellung nur 49% der ärztlichen Entscheidungen und Empfehlungen richtig im Kopf[1].
- Pferde verbergen Schmerzen. Fast drei von vier Pferden, die ihre Besitzer für gesund hielten, zeigten bei Messungen eine Bewegungsasymmetrie[2].
- Die Vorgeschichte verändert das Risiko. Eine überstandene Hufrehe und eine überstandene Kolik erhöhen das Risiko für weitere[3][4], und aufeinanderfolgende Kotuntersuchungen zeigen, wie ein bestimmtes Pferd entwurmt werden sollte[5].
- Ein paar Minuten am Tag reichen, aber sie müssen notiert sein. Dann vergleichst du den heutigen Tag mit dem Normalzustand deines Pferdes und nicht mit dem, woran du dich zu erinnern glaubst.
Kennst du diese Szene? Der Tierarzt steht im Stall, sieht sich das Pferd an und stellt einfache Fragen. Seit wann ist das so? Gab es das schon einmal? Wann wurde es zuletzt entwurmt und womit? Welches Medikament hat es beim letzten Mal bekommen, und hat es geholfen?
Und ich stehe mit dem Handy da und scrolle. Die Röntgenbilder stecken in einer Mail der Klinik. Die Blutwerte hat mir jemand per WhatsApp geschickt. Der Rest ist „noch irgendwo“ oder in meinem Kopf, und mein Kopf erinnert sich an alles nur „ungefähr“.
Ein Notizheft? Damit hat jeder schon einmal angefangen. Der Zettel an der Boxentür wird nass, der Kuli verschwindet, und nach zwei Wochen weiß niemand mehr, wer was eingetragen hat. Und niemand hat Lust, ein Heft in den Stall und wieder zurück zu tragen.
Ich habe zwei Pferde. Zuerst kam Bacteria, ein paar Jahre später Astra. Bei zwei Pferden ist es nicht mehr eine Geschichte, sondern zwei: Jede hat ihre eigenen Medikamente, ihre eigenen Termine und ihr eigenes „Das hatten wir doch schon mal“. Und im ständigen Trubel gehen gerade die Details am schnellsten verloren.
Daraus ist Equivo entstanden. Bevor ich aber zur App komme, möchte ich zeigen, warum es hier nicht um Ordnung im Handy geht, sondern um die Gesundheit des Pferdes. Die Studien sind da sehr deutlich.
Das Gedächtnis ist keine Kartei
In der Humanmedizin ist gut bekannt, dass wir uns von einem Arztbesuch weniger merken, als wir glauben. Laut einer Übersichtsarbeit vergessen Patientinnen und Patienten 40–80% der erhaltenen Informationen sofort, und fast die Hälfte dessen, was sie behalten, ist falsch[6].
der ärztlichen Entscheidungen und Empfehlungen hatten Patientinnen und Patienten eine Woche nach dem Besuch ohne Hilfestellung richtig im Kopf. An 36% erinnerten sie sich erst mit Hilfestellung, an 15% falsch oder gar nicht[1].Laws et al., PLOS ONE, 2018
Beim Pferd ist es noch schwieriger. Empfehlungen hören wir zwischen Tür und Angel, im Stall, neben einem Pferd, das nicht still steht. Dazu kommen die Hinweise von Hufschmied, Physiotherapeut, Trainer und Stallhilfe.
Und es geht nicht nur ums Vergessen. In Großbritannien untersuchten Tierärztinnen und Tierärzte 200 zufällig ausgewählte Pferde im Alter von mindestens 15 Jahren und verglichen ihre Befunde mit den Angaben der Besitzer. Lahmheit stellten sie bei 50% der Pferde fest, die Besitzer hatten sie bei 23% angegeben. Zahnveränderungen fanden sie bei 95%, die Besitzer hatten sie bei 25% angegeben[7]. Die Autoren schreiben ausdrücklich, dass solche Versäumnisse den Tierarztbesuch verzögern können.
Es wurde auch untersucht, was passiert, wenn Ärzten Informationen fehlen. Bei 1.614 Besuchen in hausärztlichen Praxen in den USA fehlten bei 13,6% der Besuche wichtige Daten. In 59,5% dieser Fälle konnten die Lücken die Behandlung verzögern oder zusätzliche Untersuchungen nötig machen[8]. Beim Pferd kann das zum Beispiel ein erneutes Röntgen bedeuten, weil niemand die alten Bilder findet.
Ein Pferd sagt nicht, wo es wehtut
Das Pferd war über Jahrtausende ein Beutetier. In so einem Leben zahlt es sich nicht aus, Schwäche zu zeigen. Deshalb sind die Veränderungen meist klein: etwas weniger gefressenes Heu, anders gestellte Ohren, Unwillen, in eine Richtung zu wenden.
Selbst ein geübtes Auge sieht nur einen Teil. In einer Studie maßen Sensoren die Bewegung von Pferden im Training, die ihre Besitzer für gesund hielten. Asymmetrie bedeutet nicht immer Schmerz, aber sie zeigt, wie viel dem Auge entgeht.
von 222 Pferden im Training, die ihre Besitzer für lahmfrei hielten, zeigten bei Messungen im Trab eine Bewegungsasymmetrie von Kopf oder Becken[2].Rhodin et al., PLOS ONE, 2017
Schmerz zeigt sich auch im Verhalten. Das Schmerz-Ethogramm für gerittene Pferde beschreibt 24 Verhaltensmerkmale, darunter angelegte Ohren, wiederholtes Schweifschlagen und eine herausgestreckte Zunge. Bei 150 Pferden mit Problemen unter dem Sattel schalteten Tierärzte den Schmerz mit einer diagnostischen Anästhesie aus. Der Median solcher Verhaltensweisen sank daraufhin von 9 auf 2[9]. Was wir für Charakter oder einen „schlechten Tag“ halten, ist manchmal Schmerz.
Schmerz ist auch im Gesicht zu sehen. Die Horse Grimace Scale, eine Schmerzskala für den Gesichtsausdruck von Pferden, beschreibt sechs Veränderungen: steif nach hinten gerichtete Ohren, ein halb geschlossenes Auge, Anspannung über dem Auge, angespannte Kaumuskeln, ein angespannter Mund mit vorgeschobenem Kinn und angespannte Nüstern[10].
In Gegenwart von Menschen verbirgt ein Pferd sein Unbehagen. Pferde nach orthopädischen Operationen wurden rund um die Uhr gefilmt. Kam eine Betreuungsperson in die Box, sank die Zahl der Verhaltensweisen, die auf Unbehagen hindeuten, im Mittel um 77%, und nachdem sie gegangen war, stieg sie wieder an[11]. Ein kurzer Blick durch die Boxentür kann also ein ruhigeres Pferd zeigen, als es tatsächlich ist.
Ähnlich ist es mit dem Körperzustand. Wir sehen unser Pferd jeden Tag, also gewöhnt sich das Auge an Veränderungen. In Irland waren 45% von 60 untersuchten Pferden übergewichtig oder adipös. Besitzer übergewichtiger Pferde schätzten deren Körperzustand zu niedrig ein, und drei Viertel der Besitzer überwachten ihn überhaupt nicht[12]. In Dänemark schätzten Besitzer von Islandpferden den Körperzustand ihrer Pferde häufiger zu niedrig als zu hoch ein[13].
Besitzer erkennen Schmerzen daran, dass sich das Pferd anders verhält als sonst[14]. Um das zu bemerken, muss man wissen, was für dieses Pferd normal ist. Und es aufgeschrieben haben, denn auch ein „wie sonst“, das man aus dem Gedächtnis abruft, verschiebt sich.
Ein paar Minuten am Tag
Der britische Tierschutzkodex für Pferde empfiehlt, ein Pferd auf der Weide mindestens einmal täglich und ein Pferd im Stall mindestens zweimal täglich zu kontrollieren. Besonders achten soll man auf Bewegung, Verhalten, Hufe, Körperzustand und Appetit, um Krankheiten oder Verletzungen früh zu erkennen[15]. Der tägliche Check kann so aussehen:
- Von der Stallgasse ausBevor du die Box öffnest, schau eine halbe Minute zu: Wie steht das Pferd, wo hat es die Ohren, interessiert es sich für das, was um es herum passiert?
- Krippe und TränkeWie viel Heu und Futter übrig ist und ob das Pferd so viel trinkt wie sonst.
- Kot und HarnWie viel es ist, wie es aussieht und ob in der Box so viele Pferdeäpfel liegen wie sonst.
- Beine und HufeFahre mit der Hand über die Beine und prüfe, ob sie warm, geschwollen oder schmerzempfindlich sind. Kratze die Hufe aus.
- Puls und TemperaturMiss sie, wenn dich etwas beunruhigt. Die Normalwerte findest du weiter unten.
Das Merck Veterinary Manual nennt für ein erwachsenes Pferd in Ruhe einen Puls von 28–40 Schlägen pro Minute[16]. Der Ratgeber der Rutgers University gibt etwas weiter 28–48 Schläge pro Minute an und eine rektale Temperatur von 37,2–38,3 °C[17]. Als Obergrenze der normalen Temperatur gelten meist 38,5 °C, und die Temperatur selbst schwankt im Tagesverlauf und je nach Jahreszeit[18]. Miss deshalb immer etwa zur gleichen Tageszeit.
Dieses Wissen hat nicht jeder parat. In einer Umfrage unter 1.564 Pferdebesitzern nannten 45% den richtigen Ruhepuls und 67% die richtige Temperatur[19]. Die Zahlen aus dem Lehrbuch sind ohnehin ein weiter Bereich. Am wertvollsten sind die Normalwerte deines Pferdes, mehrmals an gewöhnlichen, ruhigen Tagen gemessen.
Die Vorgeschichte zählt
Der Tierarzt fragt nach der Vorgeschichte, weil sie das Risiko tatsächlich verändert.
Hufrehe kommt gern wieder. In einer britischen Online-Studie wurden 1.070 Pferde und Ponys beobachtet. Eine frühere Hufrehe, die nicht tierärztlich diagnostiziert worden war, erhöhte das Risiko für eine weitere um das 4,5-Fache, eine Gewichtszunahme um das 2,3-Fache[3]. In einer anderen Studie erkannten die Besitzer in 45% der tierärztlich bestätigten Hufrehefälle nicht, dass es sich um Hufrehe handelte. Sie hatten den Tierarzt wegen Lahmheit, Hufabszess, Kolik oder Steifheit gerufen[20].
der Pferde und Ponys, die während der Studie an Hufrehe erkrankten, hatten sie schon einmal gehabt[21].Pollard et al., Equine Veterinary Journal, 2019
Kolik ebenfalls. In einer britischen Studie gab es nach einer überstandenen Kolik 50 Rückfälle pro 100 Pferdejahre Beobachtung[22]. Eine Übersichtsarbeit nennt eine frühere Kolik in sieben Studien als Risikofaktor. Unter den haltungsbedingten Faktoren gibt es die meisten Belege für Futterwechsel und einen Wechsel des Haltungsortes in den letzten zwei Wochen vor der Kolik[4]. Deshalb lohnt es sich, nicht nur Krankheiten zu notieren, sondern auch neues Heu, einen Umzug oder einen Paddockwechsel.
Bei Kolik zählt die Zeit. In einer kanadischen Klinik hatten Pferde, die 12–36 Stunden nach Beginn der Symptome eingeliefert wurden, ein fast dreimal so hohes Sterberisiko wie Pferde, die innerhalb der ersten 12 Stunden kamen[23]. Dabei würden laut einer Umfrage nur 42% der Pferdebesitzer den Tierarzt rufen, wenn das Pferd nicht frisst[19].
Entwurmen nach Befund, nicht nach Kalender. Die Leitlinien des Amerikanischen Verbands der Pferdetierärzte (AAEP) empfehlen, auf Grundlage von Kotuntersuchungen zu entwurmen und nicht das ganze Jahr über in festen Abständen[24]. Der Grund ist einfach: In über 58.000 Kotuntersuchungen aus den USA gingen 80% der ausgeschiedenen Eier auf nur 18% der Pferde zurück[25]. Bei einem erwachsenen Pferd ist dieses Niveau recht stabil: Ein Pferd mit zwei aufeinanderfolgenden Nullbefunden hatte eine Wahrscheinlichkeit von 82% für einen weiteren Nullbefund[5]. Ohne notierte Ergebnisse geht dieses Wissen verloren, während die Resistenz der Parasiten gegen Wurmmittel zunimmt[26]. In einer australischen Umfrage konnte jeder fünfte Besitzer nicht sagen, womit er sein Pferd zuletzt entwurmt hatte[27].
Impfungen mit Datum. Bei Pferden, die auf FEI-Turnieren starten, zählt sogar der Tag: Die Influenza-Impfung darf bei der Ankunft zum Turnier höchstens 6 Monate und 21 Tage zurückliegen[28].
Röntgenbilder per Mail, Befunde auf WhatsApp
Bei mir sah das jahrelang so aus: Röntgenbilder in einer Mail der Klinik, Blutwerte auf WhatsApp, der Rest „noch irgendwo“. Jedes dieser Dinge war für sich in Ordnung. Zusammen ergaben sie keine Geschichte, und genau eine Geschichte braucht der Tierarzt.
Deshalb hat in Equivo jeder Besuch eine Gesundheitskarte: Diagnose, Medikamente, Empfehlungen und der Termin der nächsten Kontrolle. Dateien von Untersuchungen, also Röntgenbilder, Ultraschall oder Blutwerte, landen in den Medizinischen Dokumenten, sortiert in Ordner nach Art der Untersuchung. Wenn der Tierarzt fragt, wann das letzte Röntgen war, öffnest du den Ordner Röntgen und nicht dein Postfach.
Mehrere Pferde, mehrere Menschen, eine Geschichte
Um ein einziges Pferd kümmern sich oft mehrere Menschen: Besitzer, Stallhilfe, Trainer, Hufschmied, Physiotherapeut, manchmal ein Miteigentümer. In Großbritannien stehen etwa 60% der Freizeitpferde in Pensionsställen. Dort entscheidet der Stallbetreiber über Paddock und Box, manchmal auch über das Futter, darüber, welche Fachleute kommen dürfen, und über die tierärztliche Versorgung[29]. Bei Verdacht auf Kolik holen sich Besitzer auch Rat bei erfahrenen Leuten aus dem Stall, und diese Ratschläge beeinflussen die Entscheidung, den Tierarzt zu rufen[30].
Der Tierschutzkodex erinnert daran, dass der Besitzer auch dann für das Pferd verantwortlich ist, wenn sich jemand anderes darum kümmert. Wer sein Pferd in fremde Obhut gibt, sollte schriftliche Anweisungen hinterlassen und die Kontaktdaten des Tierarztes griffbereit haben, auch für die Zeit außerhalb der Sprechzeiten[15].
Auch einfache Erinnerungen helfen. In einer Übersicht über 75 Studien steigerten Impferinnerungen (Anruf, Brief, SMS) die Impfquote um etwa 8 Prozentpunkte[31]. Eine SMS vor einem Termin erhöhte den Anteil der Menschen, die tatsächlich erschienen, von 68% auf 79%[32]. Das sind Studien an Menschen, aber der Grund ist derselbe: Wir vergessen.
In Equivo teilst du dein Pferd mit Miteigentümern, Reitbeteiligungen oder einer Vertretung. Du wählst, welche Bereiche sie sehen, und entscheidest, ob sie Einträge hinzufügen dürfen. Tierarzt, Hufschmied und Trainer stehen in „Mein Team“, die Nummer immer griffbereit. Der Kalender erinnert an Hufschmied, Impfung und Entwurmung, bevor der Termin verstreicht. Und wenn du verreist, erstellst du eine PDF-Karte für die Person, die sich um deine Pferde kümmert.
Warum ich Equivo gegründet habe
Equivo ist nicht am Schreibtisch über einer Tabelle entstanden. Es ist im Stall entstanden, aus der Frage „Seit wann?“, auf die ich viel zu oft „ich glaube, seit Dienstag“ geantwortet habe.
Ich wollte einen einzigen Ort, an dem alles ist: die tägliche Beobachtung, Besuche, Medikamente, Röntgenbilder, Blutwerte, Termine und die Menschen, die beim Pferd helfen. Einen Ort, den ich immer dabeihabe, denn das Handy trage ich sowieso in der Tasche, ein Notizheft nicht.
Equivo ersetzt keinen Tierarzt und soll das auch nicht. Es soll dafür sorgen, dass die Antwort mit Datum im Handy steht, wenn der Tierarzt „Seit wann?“ fragt.
Ein Pferd sagt nicht, wo es wehtut. Seine Geschichte sagt es, wenn jemand sie aufschreibt. Fang mit einer Sache an: Notiere morgen früh, wie dein Pferd frisst, trinkt und sich verhält. In einem Monat siehst du seinen Normalzustand.
An der Entstehung dieser App haben Tierärztinnen und Tierärzte, Trainer, Physiotherapeuten, Pferdebesitzer und Reiter mitgewirkt. Die Empfehlungen, die ihr in der App findet, beruhen auf zahlreichen tierärztlichen Konsultationen. An dieser Stelle danke ich all diesen Menschen herzlich für ihre Zeit, ihre Arbeit und ihr Wissen ❤️
Aus Liebe zu Pferden,
Natalia
Wann tierärztliche Hilfe nötig ist
- das Pferd frisst nicht, setzt keinen Kot ab, scharrt, wälzt sich, schaut sich zum Bauch um oder schwitzt ohne Belastung,
- der Ruhepuls liegt über 48 Schlägen pro Minute oder die Temperatur über 38,5 °C,
- das Pferd lahmt plötzlich, will ein Bein nicht belasten, wendet nur ungern oder tritt von einem Bein aufs andere,
- das Pferd hat eine Wunde in der Nähe eines Gelenks oder einer Sehne oder eine stark blutende Wunde,
- das Pferd kneift ein Auge zu oder hält es geschlossen, das Auge tränt oder ist trüb,
- das Pferd ist matt und interessiert sich nicht für seine Umgebung.
Häufige Fragen
Was sollte man beim Pferd täglich kontrollieren?
Appetit und Trinken, Kot und Harn, Verhalten und Bewegung, Beine und Hufe. Der britische Tierschutzkodex für Pferde empfiehlt, ein Pferd auf der Weide mindestens einmal täglich und ein Pferd im Stall mindestens zweimal täglich zu kontrollieren[15].
Welchen Puls und welche Temperatur hat ein gesundes Pferd?
Laut Merck Veterinary Manual hat ein erwachsenes Pferd in Ruhe einen Puls von 28–40 Schlägen pro Minute[16], laut dem Ratgeber der Rutgers University 28–48 Schläge pro Minute und eine rektale Temperatur von 37,2–38,3 °C[17]. Am wertvollsten sind jedoch die Normalwerte deines Pferdes, mehrmals an gewöhnlichen, ruhigen Tagen gemessen.
Was sollte man für den Tierarztbesuch vorbereiten?
Seit wann das Problem besteht und wie es sich verändert hat, welche Medikamente das Pferd zuletzt in welcher Dosis bekommen hat, frühere Erkrankungen (vor allem Koliken und Hufrehe), die Daten von Entwurmungen und Impfungen sowie Untersuchungsergebnisse und Röntgenbilder. Am besten an einem Ort und mit Datum.
Ersetzt die App den Tierarzt?
Nein. Equivo hilft, eine Veränderung früher zu bemerken und dem Tierarzt die vollständige Geschichte des Pferdes zu zeigen. Diagnose und Behandlungsentscheidung liegen immer in tierärztlicher Hand.
Wissenschaftliche Quellen
Jede Publikation haben wir in den Datenbanken Crossref und PubMed überprüft. Die Nummern im Text führen zur Liste, die DOI-Links zu den Originalartikeln.
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- Rhodin M, Egenvall A, Haubro Andersen P, Pfau T. Head and pelvic movement asymmetries at trot in riding horses in training and perceived as free from lameness by the owner. PLOS ONE. 2017;12(4):e0176253. doi.org/10.1371/journal.pone.0176253
- Pollard D, Wylie CE, Verheyen KLP, Newton JR. Identification of modifiable factors associated with owner-reported equine laminitis in Britain using a web-based cohort study approach. BMC Veterinary Research. 2019;15(1):59. doi.org/10.1186/s12917-019-1798-8
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